Was sind NFTs?

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Seth @dudewithasign nfts

NFTs: Ein Hype der die Kunst Welt erfasst hat


Nachdem wir in den letzten Monaten den DeFi-Hype beobachten konnten, scheint sich nun schon der nächste starke Trend abzuzeichnen. NFTs (non-fungible Tokens) kommen wieder ins Rampenlicht, nachdem sie über die letzten Jahre immer mehr in Vergessenheit geraten sind. NFTs sind eine hoch spannende Technologie, wenn es darum geht, eine ganze Branche auf Blockchain-Basis aufzubauen. NFTs sind dabei ein ganz spezieller Token-Typ und stellen jeweils ein einziges Gut, oder aber auch eine Identität oder Besitzansprüche dar. Durch NFTs können die verschiedensten Gegenstände wie Vermögenswerte, aber auch Daten digitalisiert werden. Daraus ergibt sich langfristig eine große Anzahl an Möglichkeiten und Chancen.

In dem heutigen Blogpost erkläre ich Dir, was NFTs genau sind, welche Anwendungsbereiche es (heute schon) dafür gibt und wie sie den Blockchain-Sektor nachhaltig verändern werden. NFTs sind definitiv etwas, das jeder an der Blockchain-Technologie Interessierte – zumindest weiter – beobachten sollte.

Deine @emily_is_online

Was sind NFTs und warum sind sie bereits Millionen wert?

NFTs (non-fungible Tokens) sind einzigartige kryptografische Tokens, die (im Vergleich zu Fungible Tokens wie Bitcoin) nicht austauschbar sind. Die Tokens sind also einmalig, können nicht repliziert oder zerstört werden. Ein NFT ist somit ein kryptografischer Wert auf einer Blockchain, der einzigartig ist und kein austauschbares Gut darstellt. Während Fungible Token beispielsweise Einheiten einer Kryptowährung sind, die beliebig gegen eine gleichwertige Einheit ausgetauscht werden können, hat ein Non-Fungible Token einen ganz individuellen Wert. Vergleichbar ist das etwa mit dem Gemälde eines Malers.

Beispiel Mona Lisa

Du kannst das weltberühmte Ölgemälde von Leonardo da Vinci, zwar im Louvre-Museum in Paris fotografieren und Dir dieses Foto dann zuhause aufhängen; das Original existiert jedoch IMMER nur einmal. Diese Einzigartigkeit ist es, die Kunstwerke auf der ganzen Welt so unfassbar wertvoll macht.

Was sind NFTs

Viele Exemplare, aber nur ein Token

Im Gegensatz zu einem realen Gemälde kann ein digitales Gemälde natürlich jederzeit vervielfältigt werden. Der Non-Fungible Token allerdings nicht. Ein NFT existiert immer nur einmal. Wer ihn besitzt, wird in einem Code festgeschrieben. Veranschaulichen lässt sich das etwa mit den virtuellen Sammelkarten von NBA Top Shot. Jede dieser Sammelkarten, „Moments“ genannt, ist durch einen NFT repräsentiert. Die in jedem Moment enthaltenen Videos von Spielszenen kann man sich jederzeit auf YouTube ansehen. Von einer Sammelkarte können außerdem eine Vielzahl von Exemplaren existieren. Jede davon hat allerdings ihren eigenen NFT.

Virtuelle und reale Objekte

NFTs existieren schon seit geraumer Zeit. Erstmals tauchten sie dabei auf der Ethereum-Blockchain auf. Der dazugehörige Standard lautete auf den Namen ERC-721. Dieser wurde weiterentwickelt zum Standard ERC-1155. Damit wurde das Konzept u.a. um die Möglichkeit erweitert, mehrere NFTs zu einem neuen NFT zusammenzufassen. Mit NFTs können sowohl virtuelle Objekte, etwa digitale Kunst, Videoclips oder Sammelkarten versehen werden, als auch reale Objekte. Eine Idee ist etwa, Immobilien mit NFTs zu versehen. Ein großer Vorteil von NFTs könnte darin bestehen, Vermittlungsstellen (somit die Arbeit Dritter) komplett auszuschalten. Käufer und Verkäufer von NFTs können direkt miteinander in Verbindung treten. Im Falle von Immobilien wäre dadurch u.a. eine demokratisierte Form des Handels denkbar. Immobilien könnten etwa in eine Vielzahl von NFTs unterteilt werden, die dann separat gehandelt werden.

NFT non fungible tokens Marktwert

Werte und Identitäten

Welchen realen Wert ein NFT erhält, hängt einzig und allein davon ab, welcher Wert ihm zugeschrieben wird. Digitale Kunst lockt Käufer etwa dadurch, dass sie zum einzigen echten Besitzer eines Objekts werden können – auch wenn Kopien dieses Objekts bereits millionenfach im Internet geteilt werden. Es geht hier somit um das klassische Statussymbol und somit um Dinge, die ich als alleiniger Besitzer habe. Klarerweise könnte der Wert eines NFT auch rein darin liegen, dass man ihn als Spekulationsobjekt betrachtet, möglichst günstig einkauft und möglichst teuer wieder verkauft. NFTs könnten aber im Grunde eine Vielzahl ganz anderer Anwendungsmöglichkeiten umfassen. Man könnte darauf etwa ein System digitaler Identitäten aufbauen. Jede Person könnte dann ein NFT als eine Art digitalen Reisepass erhalten. Damit könnte man theoretisch den Einreise- und Ausreiseprozess beschleunigen.

Goldrausch auf der Blockchain

Obwohl NFTs bereits seit Langem existieren und erste Hypes, wie etwa KryptoKitties, hervorgebracht haben, wird momentan noch viel damit experimentiert. Medial präsent sind solche Experimente meist dadurch, dass eine Art Goldrausch stattfindet und sich Käufer von NFTs mit immer höheren Angeboten überschlagen. Ob digitale Kunst, Tweets oder Sammelkarten: Profiteur von diesem Goldrausch war etwa der Künstler Beeple, mit seiner Collage „Everydays: The First 5,000 Days“. Fast 70 Millionen Dollar brachte das digitale Kunstwerk in Form eines NFTs bei der Versteigerung durch das Auktionshaus Christie’s ein. Damit ist es das drittteuerste Kunstwerk, das je von einem lebenden Künstler verkauft wurde.

Kunstwerk Beeple Everydays: the First 5000 Days

Wenngleich mit geringeren Summen, gibt es doch einige derartige Beispiele. Nur kurz davor hatte das Videokunstwerk mit dem Titel „Death of the Old“, der Tod des Alten, der als „Grimes“ bekannten Musikerin bei einer Onlineauktion knapp 400.000 Dollar eingebracht. Die Kanadierin und Partnerin von Tesla-Chef Elon Musk, spielte mit 10 Stück ihrer digitalen Kunstwerke, an nur einem Wochenende, rund 6 Millionen Dollar ein. Twitter-Gründer Jack Dorsey verkaufte eine signierte Version seines ersten Tweets um knapp 400.000 Dollar (mittlerweile wird er für weit mehr gehandelt). Schauspieler William Shatner hat eigene Sammelkarten kreiert, die er als NFTs verkauft, ebenso der berüchtigte YouTuber Logan Paul. Und dann ist da noch ein Originaldruck des Graffiti-Künstlers Banksy, oder das, was davon übrig ist: Eine Gruppe von Krypto-Enthusiasten verbrannte das Werk jüngst – um die digitalisierte Fassung des Kunstwerks dann für 380.000 Dollar zu versteigern.

NFT-Umsatz knackt 700 Millionen US-Dollar

Der Handel mit Non-fungible Token (NFT) wächst exponentiell und immer mehr prominente Personen wollen ein Stück vom Kuchen abhaben. Gleichzeitig hat der Umsatz, mit den auf Blockchain-Technologie basierenden Token, zum ersten Mal in der Geschichte 700 Millionen US-Dollar überschritten. NFT boomen und viele Kryptowährungen, die mit den neuartigen Token in Verbindung stehen, sind in den letzten Wochen durch die Decke gegangen. Nennenswert sind hier vor allem die Projekte Flow (FLOW), Enjin (ENJ) und Chiliz (CHZ), die allein seit Anfang 2021 zwischen 500 und 1.000 Prozent gewachsen sind.

Top Collectibles & NFTs Tokens und ihre Marktkapitalisierung

Aufgrund des enormen Potenzial und der Vielfalt an technischen Anwendungsmöglichkeiten, ist es kein Wunder, dass auch immer mehr Unternehmen auf diesen Zug mit aufspringen. Nike hat etwa ein Patent auf eine Sportschuhkollektion namens CryptoKicks, deren Exemplare mit NFT ausgestattet sind. Die Basketballliga NBA hat unterdessen mit Top Shot eine ganze Plattform zum NFT-Handel kreiert, die sich derzeit mit einem enormen Nutzeransturm und irrwitzigen Preisen für wenige Sekunden lange Moments konfrontiert sieht. Experten sehen das Wachstum von NFTs als Ausdruck eines „Tokenization“-Trends, bei dem virtuelle und reale Güter gekennzeichnet werden und ihrem Besitzer von aller Welt zugeordnet werden können. Betrug wird dadurch schwierig, bis unmöglich. Denn aufgrund, der dahinterliegenden Technologie, der Blockchain, kann niemand einen NFT stehlen und manipulieren. NFTs sind daher aus meiner Sicht nicht zu unterschätzen und definitiv eine weitere Beobachtung wert.

Veröffentlicht von emilyisonline

Content Marketer, Crypto & Blockchain Industry

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